Buchrezension: Das Babyexperiment

 

„Alles in allem aber war das Ergebnis kläglich. Die eine Hälfte der Klasse sah aus, als hätte sie ihr Gehirn zu Hause gelassen, die andere, als hätte sie gar keins. […] Bis jetzt war noch keiner ohne Grund in der 10c gelandet.“

Der Roman „Das Babyprojekt“, geschrieben von Anne Fine, hat es in sich. Wem der Film „Mrs. Doubtfire“ (auch von Anne Fine nach Ihrer Buchvorlage) noch in Erinnerung ist, wird dieses Buch lieben.

Die unruhestiftende Klasse 10c muss sich für ein Naturwissenschaftsprojekt entscheiden und landet schließlich bei dem Thema „Kindliche Entwicklung“. Sie müssen Mehlbabys mit sich herumtragen und als echte Babys behandeln, während sie parallel dazu ein Babytagebuch führen, um ihre Gedanken und Erfahrungen aufzuschreiben. Dabei brechen vor allem bei dem Schüler Simon alte Wunden auf, denn er muss sich unweigerlich mit seiner eigenen Kindheit beschäftigen, in der ihn sein Vater einige Wochen nach seiner Geburt verlassen hat.

Die Mischung aus Erzählung und den kursiven Tagebucheinträgen harmoniert wunderbar und lässt einen in die Gedankenwelt von vermeintlich „dummen“ Schülern eintauchen. Auch die Reaktionen des Klassenlehrers und seiner Kollegen kann man nachvollziehen und es ist einfach ein Vergnügen, Seite um Seite umzublättern und dem Verlauf der Geschichte zu folgen! Ich wünschte fast, es hätte noch mehr von den Tagebucheinträgen gegeben. Sie waren so realistisch und überhaupt nicht überzogen dargestellt.

Verzweifelte Lehrer, die nicht wissen, wie sie mit Schülern umgehen sollen, die sich auf einmal ganz anders als sonst benehmen – nachdenklich statt lärmend. Schüler, die lernen, dass Verantwortung nicht einfach nur ein leeres Wort ist, sondern wirklich etwas bedeutet. Schüler, die anfangen, über sich selbst nachzudenken.

Anne Fine hat ein kleines Meisterwerk geschaffen. Man möchte gar nicht aufhören zu lesen, es gibt keine Stelle im Buch, die mich langweilte. Sie versteht es, sowohl in die Haut der Lehrer als auch der Schüler zu schlüpfen.

Bei einigen Stellen kann man nicht anders als zu schmunzeln, bei anderen, gerade wenn es um das Seelenleben von Simon geht, kamen mir an einigen Stellen die Tränen.

Schade, dass man in der Schule immer und immer nur den gleichen eintönigen „Literarischen Hochgenuss“ lesen und analysieren und interpretieren und auseinander nehmen muss. Dieses kleine, feine Buch hätte mir in der Schule wahre Freude bereitet.

Wer ein gutes Buch für zwischendurch sucht, sollte sich dieses kaufen oder ausleihen (Für „zwischendurch“, da es nicht sehr dick ist.).

Autor: Anne Fine

Titel: „Das Babyprojekt“

Verlag: Diogenes Verlag Zürich

Jahr: 1995

Geeignet für: Jugendliche, Erwachsene, Lehrer, zum Schmunzeln und Tränchen verdrücken

Leseprobe:

Das Babyexperiment_Anne Fine_Leseprobe

Rucola-Pesto selbstgemacht

Pesto schmeckt fantastisch, vor allem, wenn man weiß, was drin ist – keine zusätzlichen Aromen oder Konservierungsmittel! Ein Teller warme, dampfende Nudeln mit Pesto: das ist ein Gedicht!
Bei selbstgemachtem Pesto kann man der Kreativität seinen Lauf lassen und die Zutaten benutzen, die man gerade da hat, denn je nach Geschmack lässt sich das Pesto ganz schnell ändern (siehe unten).
Und hübsch verpackt ist es ein prima Mitbringsel!
Das Rucola-Pesto lässt sich schnell und einfach herstellen. So unkompliziert, dass man sofort neues machen will, wenn es aufgegessen ist!
Insgesamt braucht man nicht mehr als 10-15 Minuten, je nachdem, wie schnell man hackt, (röstet), schneidet und püriert.

Rucola-Pesto

Dieses Pesto ist ganz leicht gemacht. Ihr benötigt folgende Zutaten: Weiterlesen

DIY | Kochen und Backen | Gedanken | Fotos